Streit um Ausgleichsfläche

Auf die Beschwerde von Ortsvorsteher Helgi Schwedass (FDP) bezüglich eines beschädigten Zauns an der landespflegerischen Ausgleichsfläche zum Baugebiet E 46 I hatte die Grundstücksentwicklung Mainz (AGEM) geantwortet: Die Ausgleichsflächen würden in Ebersheim „wenig respektiert“, es käme regelmäßig zu unerlaubter Nutzung oder Vandalismus. Der Ortsbeirat solle in Gesprächen mit den Bürgern auf die Notwendigkeit und den Sinn der Flächen hinweisen. „Da schiebt man uns den Schwarzen Peter zu“, bemängelte Schwedass. Es sei nicht Aufgabe des Ortsbeirats, darauf zu achten, ob die Bürger die Ausgleichsflächen respektieren, so Peter Schwalm (FDP). „Die Stadt soll Mittel und Wege finden, der Situation Herr zu werden und Ordnungsgelder verhängen“, meinte Schwalm weiter.

Informationstafeln sinnvoller als Zaun

Pressemeldung der Ebersheimer FDP:

Der vom Umweltamt um eine Ausgleichsfläche in einem innerörtlich gelegenen Neubaugebiet (E 46 I) in Ebersheim geplante Zaun, trifft auf breite Ablehnung im Ortsbeirat. Die Ausgleichsfläche selbst wird extensiv bewirtschaftet. D. h., hier sollen Gräser, Sträucher und traditionelle Obstbäume so wachsen, wie die Natur es vorgesehen hat. Da wegen der geplanten weitgehenden Naturbelassenheit das Grundstück lediglich dreimal im Jahr gemäht wird, entsteht optisch ein verwilderter Eindruck, der, wie das Umweltamt befürchtet, dazu führen könnte, dass hier Müll abgelagert wird.

„Wir können ja durchaus den Sinn verstehen ein solches Grundstück naturbelassen anzulegen,“ sagt Helgi Schwedass für die FDP im Ortsbeirat. „Aber der Zaun wird das Problem einer befürchteten Müllablagerung kaum lösen. Aus unserer Sicht viel sinnvoller wäre die Aufstellung von Informationstafeln, die den Hintergrund des „verwilderten“ Grundstücks erklären. Ansonsten nehmen Spaziergänger dieses Grundstück, umzäunt oder nicht, einfach als ein mit Brennnesseln und Unkraut überwuchertes Gelände wahr, dessen Schutzwürdigkeit kaum einleuchten dürfte. Und in diesem Fall sind die für den Zaun geplanten 8.000 € einfach heraus geworfenes Geld. Wir würden es deshalb begrüßen, wenn das Umweltamt an beiden Zugängen des an der Fläche verlaufenden Weges entsprechende Informationstafeln anbringen würde.“