Ebersheimer Carnevals Verein 1987 „Die Römer“

Viele Einwohner von Ebersheim äußerten sich seit Jahren, insbesondere in der Fastnachtzeit, dass närrische Veranstaltungen von einem dafür prädestinierten Verein durchgeführt werden sollte.

Fastnachtsveranstaltungen wurden bisher von den im Vereinsring zusammengeschlossenen Vereinen bestritten. Es wurde von Jahr zu Jahr schwerer, da jeder für sich eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen ahtte. Die Gründung eines Carneval-Vereins war überfällig.

Ende November 1986 wurde dieses Thema zwischen dem damaligen Ortsvorsteher Klaus Nauth und Rudolf Singer, der viele Jahre Sitzungspräsident bei den närrischen Sitzungen im Vereinsring war, besprochen. Am Ende dieses Gespräches wurde die Sondierung vereinbart.

Bereits am 17. Dezember 1986 um 20 Uhr trafen sich die Herren Johann Ambros Becker (Altbürgermeister), Klaus Nauth (ehemaliger Ortsvorsteher) und Rudolf Singer. Man war sich darüber einig, dass die Gründung eines eigenständigen Carneval-Vereins sinnvoll und notwendig sei. Einig war man sich auch darüber, dass die im Vereinsring bei den Fastnachtssitzungen tätig gewesenen Aktiven in die Neugründung voll einbezogen werden sollen. Bei der Gliederung des Vereins soll festgeschrieben werden, dass ein Ehrenrat besteht … „Ehren-Rat“ werden Mitglieder, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, und die Ehrenteller-Inhaber des Vereinsringes. Desweiteren soll ein „Kleiner Rat“ bestehen. Im sollen Aktive angehören, denen der Verdienstorden des Vereinsringes bereits verliehen wurde. Auch wurde als wichtig angesehen, dass die seitherige Komitee-Mitglieder der Vereinsrunges weiterhin als solche fungieren können.

Schwerpunkte des Vereins sollen sein, fastnachtliches Brauchtum durch Veranstaltungen zu pflegen und zu fördern. Die Darstellung des Vereins nach außen soll umgehend vorangetrieben werden und fester Bestandteil des vaterländischen Volksfestes, „der Meenzer Fassenacht“, werden.
Ergänzt wurde das Vorhaben mit der Maßgabe: RUdolf Singer und Klaus Nauth, sollten sich, damit die Grundlage für eine Vereinsgründung gegeben ist, zur Wahl für das Amt des 1. und 2. Vorsitzenden zur Verfügung stellen. Mit dieser Bereitschaft war der Grundstein für die Gründung gelegt und man vereinbarte, dass die Gründungsversammlung vorbereitet werden sollte.

Diese vorbereitende Sitzung fand am 10. März 1987 im Hause des Rudolf Singer mit den folgenden Anwesenden statt:

  • Altbürgermeister Johann Ambros Becker
  • der ehemalige Ortsvorsteher Klaus Nauth
  • Hans Felix Angermaier
  • Christoph Singer sen.
  • Hans Nauth
  • Karlheinz Breivogel
  • Christoph Koch
  • Hans Stracke
  • Karl Posselmann
  • Antonius Worf
  • Baldur Schmidt
  • Helmut Fuchs
  • Martina Nauth
  • Phillip Schwarz
  • Josef Ritzinger
  • Rudolf Singer und
  • Rolf Unger

Am Ende dieser Sitzung stand fest: Eine Vereinsgründung ist möglich, die Bildung des Vorstandes macht keine Schwierigkeiten, ein großer aktiver Stamm steht zur Verfügung. Die Gründungsversammlung wurde auf Freitag, den 3. April 1987, terminiert und als Tagungstätte die Gaststätte „Zum Fuchsbau“ bestimmt.

Gegen 20.30 Uhr eröffnete der ehemalige Ortsvorsteher Klaus NAuth die Gründungsversammlung und konnte dabei 80 Anwesende begrüßen. Er übergab sodann das Wort an Rudolf Singer, der die Neugründung erläuterte und Schwerpunkte für die Zukunft aufzeichnete. Die bereits vorbereitete Satzung wurde besprochen und schließlich von der Versammlung genehmigt. Als Vereinsname wurde

Ebersheimer Carneval – Verein e.V.
– Die Römer –

gewählt. Der Namensvorschlag „Die Römer“ kam von Herrn Antonius Worf, der Ehrenteller-Inhaber des Vereinsringes ist und somit „Ehrenrat“ des ECV – Die Römer – wurde.

Für die erste Vorstandswahl übernahm „Altbürgermeister“ Johann Ambros Becker die Leitung der Versammlung. Bereits gegen 22 Uhr, der Verein zählte schon 50 Mitglieder, konnte der einstimmig gewählte 1. Vorsitzende Rudolf Singer vermelden: „Die Geburt ist vollzogen“, und er schloß die Gründungsversammlung mit dem Dank an alle und dem Vers:

Das Werk es ist begonnen
Es nehme seinen Lauf
Wir wollen ganz besonnen
Dich stetig bauen auf.
(Aber heut‘ gibt’s nix mehr mit Beschlüsse,
weil auf das Kind wir einen trinke müsse).

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