Die Ebersheimer Kerb findet heute ihr Ende. Zum ersten Mal wurde auf Initiative von Ortsvorsteher Schwedass die Kerb an der Töngeshalle gefeiert. In der Allgemeinen Zeitung gab es hierzu einen Artikel, der dies im positiven Licht erscheinen läßt. Als Besucher derselben kann ich dies jedoch nicht nachvollziehen. Zum einen ist es natürlich von der Idee her richtig, die Kerb zu komprimieren und mehr auf kleinerem Platz zu bieten. Den Effekt wie beim Weinfest mit einem Karussel an der Bank, während der nächste Stand erst an der Weedengasse zu finden ist, ist keine Aushängeschild für ein Fest. Jedoch war die Bestückung des Kerbeplatzes mit einem Süssigkeitenstand, einem Kinderkarussel sowie dem Kerbewagen höchstens eine Verschlimmbesserung. Für Familien mit Kindern war der Platz nur für einen kurzweilige Aufenthalt geeignet. Dass Fahrgeschäfte nicht erschienen, würde ich dem Motto “Angebot und Nachfrage” schulden, wenn wo anders mehr Geschäft zu erwarten ist, rechnet auch ein Schausteller. So wäre auch zu erklären, dass die Schausteller bereits heute morgen abbauten.
Getreu dem Motto “Mainz feiert auf seinen Plätzen” plädiere ich für eine Rückkehr der Kerb und dem Verbleib des Weinfestes im alten Ortskern, der Belästigung der Anwohner könnte durchaus mit Klohäuschen begegnet werden. Ansonsten wäre eine weitere Verkleinerung der nächste Schritt, dann könnte man die Kerb komplett in der Töngeshalle unterbringen, inklusive Besucher.